Arbeitsvertrag © Gina Sanders - Fotolia.com
Während wir tagtäglich von den finanziellen und sozialen Schieflagen anderer europäischer Länder hören, geht es Deutschland zur Zeit überraschend gut. Die Arbeitslosenzahlen sinken aufgrund der guten Konjunktur auf einen Rekordftiefstand. Im November war die Zahl der Arbeitslosen (2713 Millionen) so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren. Im Oktober hatten noch 24.000 Menschen mehr keine Erwerbsarbeit und im November 2010 waren es noch 214.000 Arbeitslose mehr. Damit liegt die Prozentzahl der Arbeitslosigkeit jetzt bei 5,5. Zwar ist es üblich, dass die Arbeitslosenzahl von Oktober auf November sinkt, allerdings ist sie dieses Jahr besonders stark gesunken. Vor allem Hartz-4-Empfänger_innen profitieren von der guten Konjunktur. Die Zahl der Hartz-4-Beziehenden ohne Job ist um 80.000 Menschen im Vergleich zum Vorjahr gesunken und auch die so genannten “Aufstocker”, diejenigen, die zusätzlich zu ihrem Job, Hilfe beziehen, sind nicht mehr geworden. Die positive Entwicklung bestätigt auch die Erwerbstätigenstatistik: Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Vergleich zu 2010 um 477.000 gestiegen. Außerdem gibt es 698.000 sozialversicherungspflichtige Jobs mehr. Davon sind ungefähr die Hälfte Vollzeitstellen und der Rest Teilzeitjobs. Damit hat auch die Zeitarbeit an Bedeutung verloren.
Im Europa-Vergleich steht Deutschland mit diesen Zahlen nun auf dem vierten Platz. Nur die Niederlande (4,8 Prozent), Luxemburg (4,7 Prozent) und Österreich mit einer Arbeitslosigkeit von 4,1 Prozent stehen noch besser da.
Die Schlusslichter im Euroraum bilden Griechenland mit einer Arbeitslosenquote von 18,3 Prozent und Spanien, das sogar bei 22,8 Prozent liegt.
Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten habe also noch keinen negativen Effekt auf die deutsche Realwirtschaft gehabt. Deutschland hat sogar mit 3 Prozent ein stabiles Wirtschaftswachstum, außerdem einen funktionierenden Export und auch gestiegene Steuereinnahmen. Die Arbeitsagenturen blicken also eher positiv in die Zukunft und erwarten keinen Abbruch des Jobaufschwungs.







