
Althusmann in der Bredouille, Foto: cdu in niedersachsen_flickr
Nun steht also auch die Doktorarbeit des niedersächsischen Kultusministers Althusmann offiziell unter Plagiatsverdacht. Die Universität Potsdam leitete bereits ein förmliches Verfahren ein. Geprüft wird die Dissertation durch die Kommission für wissenschaftliches Fehlverhalten. Althusmann reagierte bisher gelassen.
Der Minister sollte sich allerdings bewusst sein, dass er am Ende des Prozesses ohne Doktortitel dastehen könnte, so wie viele andere Politiker denen in letzter Zeit rückwirkend der Doktortitel wieder aberkannt wurde. Der Dekan der Uni Potsdam musste nach der ersten Untersuchung jedenfalls feststellen, „dass die Verdachtsmomente nicht hinreichend ausgeräumt werden konnten”.
Der Kommission, die für die Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens zuständig ist, sitzt der Jura-Professor Tobias Lettl vor.
Althusmann, der momentan auch Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) ist und somit die anderen 15 Bundesländer mitvertritt, gibt sich indes schuldunbewusst und gelassen: er weise “jede Unterstellung der Täuschung nach wie vor entschieden zurück” und eine neue Sachlage sei ja noch nicht eingetreten. Doch auch nach der Prüfung des Dekans und des Vizepräsidents für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Bernd Walz, steht der Verdacht nach wie vor im Raum.
Aufgedeckt hatte die Sache, die Wochenzeitung“Die Zeit“ in der Althusmann zuerst „handwerkliche Fehler“ vorgeworfen wurden. In der Arbeit von 290 Seiten wurden auf den untersuchten 114 in 88 Seiten sehr ähnliche Übernahmen gefunden, die nicht ausreichend gekennzeichnet waren. Selbst vor gewissen Passagen aus der Arbeit seines Doktorvaters machte er wohl nicht halt.







