
Geld, Quelle: internethdcmedia_flickr
Kein Geld macht auch nicht glücklich. Nur weniger als kein Geld bedeutet für immer mehr Menschen in Deutschland eine Menge Unglück. 110 000 Verbraucher meldeten laut dpa im letzten Jahr Insolvenz an. Und es werden mehr.
Schließlich ist es kinderleicht dauerhaft auf Pump zu konsumieren. Beim Elektrofachmarkt lässt sich praktisch jedes Gerät einfach per Ratenzahlung erstehen und auch das Geschäft mit Krediten trotz negativer Schufa-Einträge floriert. Dabei sind vor allem Menschen betroffen, die von Transferleistungen leben oder jene, deren Arbeit eben kaum zum Leben reicht.
Die Schuldnerberatungen kommen mit ihrer Arbeit manchmal schon gar nicht mehr hinterher. Außerdem lohnt sich das Geschäft mit Privatschuldnern für sie nicht, da bei denen, im Gegensatz zu Firmen, in der Regel nichts mehr zu holen ist.
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP strebt eine Verkürzung des Privatinsolvenzverfahrens an. Aktuell ist es noch so, dass nach Abschluss des gerichtlichen Verfahrens der Schuldner sechs Jahre lang den pfändbaren Teil seines Einkommens an die Gläubiger zahlen muss. Danach wird ihm die restliche Schuldensumme erlassen. Ginge es nach der Bundesjustizministerin, so würde dieser Zeitraum auf drei Jahre beschränkt.
Ob sich an der Schuldnersituation in Deutschland dann wirklich was verändert sei dahingestellt. Schließlich verschulden sich viele der Betreffenden noch während des Privatinsolvenzverfahrens neu.







