
Japan, Foto: Official U.S. Navy Imagery_Flickr
Immer wenn in den Industriestaaten ein großes Unglück passiert, hat das Auswirkungen auf Banken und Versicherungen. Erdbeben, Tsunami und Reaktorausfall in Japan sind natürlich eine beispiellose Katastrophe. So muss sich die Wirtschaft jetzt auf wesentlich höhere Versicherungsprämien einstellen. Industriekonzerne können sich gefasst machen auf rasant gestiegenen Kosten für Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen.
Und das zum ersten Mal seit Jahren. Wieder mal ein Zeichen dafür, dass Mutter Natur von vielen dramatisch unterschätzt wird. Es kann sogar sein, dass die Geschehnisse in Japan zu einer kompletten Preiswende in der gesamten Industrieversicherung führt. Schließlich ist der Versicherungsmarkt für Naturkatastrophen ein globaler. Die Unternehmen versichern nicht nur ihre Fabriken und Maschinen gegen Schäden, sondern sichern sich auch gegen Verluste ab, die aus Betriebsunterbrechungen entstehen. Immernoch können manche Firmen ihre Produktion noch nicht wieder aufnehmen, sei es in Japan oder außerhalb. Wenn nur ein wichtiger Zulieferer nicht verfügbar ist, muss mancher sich auf lange Verzögerungen einstellen.
Jetzt gibt es zwei Optionen: Entweder die Konzerne sammeln schnell viel Umsatz, um für ihre Versicherungsprämien aufkommen zu können. Das wird aber nicht empfohlen. Vielmehr muss jetzt der ganze Markt sich anpassen. Jedoch konnten schon vor dem großen Beben kaum Preissenkungen durchgebracht werden.







